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Capoeira…

Die Capoeira: typisch afrikanischer Tanz aus Angola. Zu Zeiten der Kolonialherrschaft war den Schwarzen das Tragen von Waffen nicht erlaubt. Um sich trotzdem verteidigen zu können, nahmen sie Zuflucht zu einer Technik, die zwischen Kriegskunst und asiaischen Kampfsportarten liegt – Fußtritte und Schläge unterhalb der Gürtellinie zulässig. Sie nahm den Rhythmus und die Bewegungen des ursprünglichen Capoeira-Tanzes auf.
Unterdessen hat sich die Kampftechnik erneut zum Tanz gewandelt – Angolinha oder Angola heißt übrigens eine der beiden Varianten, bei der das Spielerische den kämpferischen Aspekt überwiegt – ungemein spektakulär und sehenswert, von besonderen Musikinstrumenten, dem Berimbau und dem Agogô (Glöckchen, die mit einem Eisenstab angeschlagen werden) unterstützt. Der Berimbau besteht aus einem Kürbis, der als Resonanzkörper dient und an dem ein Bogen befestigt ist. Der Ton wird in Abhängigkeit der Entfernung zwischen Körper des Musikers und Instrument variert. Im Einvernehmen mit einer Art Conga, von einem weiteren Musiker gespielt, rhythmisiert und regelt die Musik die Choreographie der beiden Hauptdarsteller.

Früher dienten Gesänge und Musik dazu, die Kämpfer vom Herannahen fremder, verdächtig erscheinender Gestalten in Kenntnis zu setzen. Auf die Hände gestützt, führen die Tänzer auf akrobatische Art und Weise Fußstöße in Richtung des Kopfes des Tanzpartners aus, der ihnen im gleichen Moment auszuweichen versucht. Reiz und Schönheit des Tanzes liegen in der Synchronisation der Tritte und der gelenkigen und ästhetischen Ausweichsmanöver, der Harmonie und der Kühnheit der Bewegungen, die von den Umstehenden mit viel Beifall bedacht werden. Man bekommt diese Darbietungen häufig vormittags vor dem Mercado Modelo und auf dem Terreiro de Jesús zu sehen, wo allerdings Geschäftssinn im Spiel ist und einem selbst für ein Foto ein paar Cruzeiros abgeknöpft werden. Aus diesem Grund raten wir dazu, dem Training der Tänzer in einer ihrer Akademien zuzuschauen. Dort wirkt alles natürlicher: ohne das ganze drumherum veranstaltete Theater und die Geldmacherei wird der Formenschatz des Tanzes hier deutlicher. Die Tänzer teilen sich den Musikern und dem Publikum in ihrer Körpersprache mit. Der Maculêlê: Kampfsportart mit Knüppeln, ebenfalls afrikanischen Ursprungs, die in Salvador nicht mehr betrieben wird, sonden nur noch im Städtchen Santo Amaro. Auch dort allerdings nur noch anläßlich von Festen. Die Folklore-Gruppen in Salvador lassen jedoch einige Figuren des Maculêlê in ihre Darbietungen einfließen.